Und so funktioniert es
Programm ab!
Wenn der Patient sich bereit erklärt hat, bei dem Programm – also der Motivationshilfe – mitzumachen, wird er telefonisch kontaktiert. Er oder sie hat keinerlei Kosten oder sonstige Nachteile zu erwarten. Der Kontakt läuft übrigens ausschließlich telefonisch; er kann niemals einen Arztbesuch ersetzen. In unserem Programm nimmt der Hausarzt eine zentrale Rolle ein. Alle Therapieentscheidungen liegen bei ihm. Healthways beschränkt sich darauf, den Arzt, wie auch alle anderen an der Behandlung Beteiligten, in ihrer Arbeit dahingehend zu unterstützen, dass die Patienten etwas für ihre Gesundheit tun. Eine examinierte Krankenschwester oder ein Pfleger führen ein Erstgespräch von rund 15 Minuten und stellen Fragen zur Einschätzung des Gesundheitszustandes.
Weitere Telefonate im regelmäßigen Rhythmus sollen dann zu einem Maßnahmenkatalog führen. Am Ende steht ein mit den Patienten vereinbartes realistisches Ziel auf dem Weg zu einer gesünderen Lebensführung. Der Prozess kann mit kleinsten Änderungen im Tagesablauf beginnen und bis zur kompletten Umstellung der Ernährung oder sonstiger Lebensgewohnheiten wie z. B. Raucherentwöhnung führen. Darüber hinaus erhalten die Patienten per Post regelmäßig ergänzende schriftliche Informationen zu ihren Erkrankungen. Wichtig ist uns: Immer am Ball bleiben.
Fortbildung stellt Qualität sicher
Die besondere inhaltliche Qualität des Programms erreichen wir durch kontinuierliche Schulungen unseres Fachpersonals. Mit regelmäßigen Fortbildungen und fortlaufendem Monitoring stellen wir sicher, dass die examinierten Pfleger und Krankenschwestern auf dem neuesten Stand sind. Unser Disease Management zeichnet sich außerdem durch die hohe Intensität der Versorgung aus. Dort, wo es nötig ist, bieten wir eine 1:1-Betreuung an. Das heißt: Jedem Patienten wird jeweils eine Krankenschwester zugeordnet. So können wir gewährleisten, dass drohende Notfälle rechtzeitig erkannt und behandelt werden. Für alle Patienten gilt: Unser medizinisches Fachpersonal unterstützt sie darin, ein lebenswertes Leben zu führen – so aktiv, wie es ihr Gesundheitszustand erlaubt.
Unsere Programme
Vom theoretischen Modell zur Verhaltensänderung
Die theoretische Vorarbeit für unsere Programme hat das so genannte „Transtheoretische Modell“ geleistet oder besser sein Erfinder, James O. Prochaska, Professor für Klinische Psychologie an der Universität Rhode Island. Er geht davon aus, dass ein Mensch bei jeder bewussten Verhaltensänderung bestimmte Stadien durchläuft. Wer also etwa das Rauchen aufgeben will, wird notwendiger Weise diese fünf Stufen durchlaufen:
- Absichtslosigkeit
- Absichtsbildung
- Vorbereitung
- Handlung
- Beibehaltung
Wir wissen heute, dass die unterstützende Intervention nur dann erfolgreich sein kann, wenn sie der Motivationsstufe gerecht wird, auf der sich der Betroffene befindet. Zu deutsch: Der Patient muss dort abgeholt werden, wo er ist. Ein starker Raucher, der (noch) keine körperlichen Beschwerden hat, wird nicht davon zu überzeugen sein, das Rauchen aufzugeben, wenn er sich noch im Stadium der Absichtslosigkeit befindet. Die Androhung ernster Konsequenzen wird auf dieser Stufe lediglich Widerstand hervorrufen. Erst wenn sich der Patient im Stadium der Absichtsbildung befindet, können erste Schritte in Richtung Verhaltensänderung erfolgen, d.h. die nächsten Stufen erklommen werden.



