Diabetes - Wissenslücken bei der Fußpflege
11.11.2009
Berlin/Lübbecke – Bundesärztekammer und Kassenärztliche Bundesvereinigung raten Diabetikern zur regelmäßigen Fußpflege. Viele Patienten wissen jedoch nicht, dass sie etwas für ihre Fußgesundheit tun müssen. Das zeigen aktuelle Ergebnisse des Gehwol Diabetes-Report 2009.
Für die Untersuchung hat das Forschungsinstitut INSIGHT Health gemeinsam mit der IDS GmbH im Auftrag von GEHWOL 3.375 Diabetiker befragt. Zwei Drittel der Patienten (69 Prozent) ist gar nicht bewusst, dass sie auf ihre Füße achten müssen. Fast die Hälfte (42 Prozent) betreibt Fußpflege – wenn überhaupt – nur selten oder gelegentlich. Und weniger als die Hälfte (43 Prozent) sucht regelmäßig zur Vorsorge einen Fußspezialisten auf. Ein Drittel (31 Prozent) geht überhaupt nicht oder nur selten zum Fußpfleger. Dabei gehören Fußprobleme wie übermäßige Hornhaut, Hauttrockenheit, Fuß- und Zehendeformationen, Veränderungen im Gangbild sowie Fuß- und Nagelpilz zu den häufigsten Folgekomplikationen bei Diabetes.
Aufklärung und Beratung über sinnvolle Fußpflegemaßnahmen bleiben somit eine zentrale Aufgabe, der sich die beteiligten Fachkreise innerhalb der Diabetikerversorgung verstärkt stellen müssen, so das Fazit der Umfrageautoren. Mit den Fachkreisen gemeint sind vor allem Ärzte, Diabetesberater sowie Fußpfleger. Auf ihre Expertise legen Diabetiker am meisten Wert, wenn es um die richtige Fußpflege geht.
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