Weltkrebstag - Deutschland Vorreiter bei der Krebsfrüherkennung

05.02.2009

Berlin – Anlässlich des Weltkrebstages hat Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) die nationalen Früherkennungsprogramme hervorgehoben. Europaweit lägen die Deutschen mit den lückenlosen Screeningprogrammen vorne.

In einer Erklärung verweist Schmidt auf die lange Tradition der Früherkennung in Deutschland. Bereits seit 1971 würden solche Untersuchungen angeboten. In jüngster Zeit hätte vor allem das bevölkerungsweite Mammographiescreening Erfolge gezeigt. „Damit hat Deutschland europaweit das größte Mammographie-Screening-Programm mit der modernsten verfügbaren Gerätetechnik etabliert“, so Schmidt. Auch die Früherkennung von Darm- und Gebärmutterhalskrebs gehört hierzulande zum Angebot der gesetzlichen Krankenkassen. Neu ist seit 2008 ein zweijährliches Hautkrebsscreening.

Gleichzeitig weist Schmidt auf Defizite hin. „Verbessert werden müssen allerdings die Teilnahmeraten für Krebsfrüherkennungsuntersuchungen. Besonders Männer treten hier als 'Vorsorgemuffel' hervor. Während bisher knapp 50 Prozent der Frauen die Angebote zur Krebsfrüherkennung wahrnehmen, sind es bei den Männern nur etwa 20 Prozent.“ Um dies zu verbessern, erarbeitet das Gesundheitsministerium mit der Deutschen Krebshilfe, der Deutschen Krebsgesellschaft und der Arbeitsgemeinschaft der Deutschen Tumorzentren einen Nationalen Krebsplan. Erste Ergebnisse sollen Mitte 2009 bekannt gegeben werden.

www.bmg.bund.de

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