Neuartiger Biochip zur Früherkennung

18.11.2008

Berlin – Kann Darmkrebs künftig mithilfe eines Mikrochips entdeckt werden? An dieser neuen Methode zur Früherkennung arbeiten die Universität zu Lübeck, das Universitätsklinikum Jena, das Deutsche Krebsforschungszentrum Heidelberg sowie ein privates Forschungslabor.

Der Chip, basierend auf zwölf Tumormarkern im Blut, könnte eine effiziente Ergänzung zu anderen Früherkennungsmaßnahmen wie beispielsweise der Darmspiegelung sein. Die Forscher hoffen, dass mit dieser Methode die Sterblichkeit durch Darmkrebs sowie die Häufigkeit der Erkrankung gesenkt werden kann.
In einer Studie soll der neuartige Biochip entwickelt, erprobt und validiert werden. Das Projekt wird durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) mit 1,47 Millionen Euro über drei Jahre gefördert.

Der Dickdarmkrebs ist die häufigste Krebserkrankung in Deutschland. Jährlich werden 70.000 neue Fälle diagnostiziert. Wichtig ist die Erkennung von Darmkrebs im Frühstadium deshalb, weil die Heilungschancen im fortgeschrittenem Krankheitsstadium stark sinken – trotz Operationen, Strahlentherapie, Chemotherapie und humanen Antikörpern.

www.uni-luebeck.de/aktuelles/pressemitteilungen/2008/1008darm.php

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