Harninkontinenz - Neues Versorgungskonzept für Tabukrankheit

19.02.2009

Berlin – Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) hat ein neues Konzept zur Versorgung harninkontinenter Patienten vorgestellt. Aus Sicht von KBV-Vorstand Dr. Carl-Heinz Müller ist dies ein bedeutsames Angebot, da das Thema im Normalfall tabuisiert werde.

„Dabei leiden in Deutschland rund fünf Millionen Menschen unter dieser Krankheit“, so Müller. „Für sie hat die KBV-Vertragswerkstatt ein neues Versorgungskonzept entwickelt.“ Das Modell sieht vor, dass die Betroffenen intensiv über die Ursachen und die Behandlungsmöglichkeiten aufgeklärt werden. Eine gezielte Diagnostik sowie die Zusammenarbeit von ärztlichen und nichtärztlichen Fachleuten sollen die Lebensqualität der Patienten erhöhen. Die KBV setzt dabei auf einen verstärkten Austausch zwischen Hausärzten, Gynäkologen und Urologen. Die Berufsverbände beider Facharztgruppen sowie Patientenvertreter haben bei der Erarbeitung des Versorgungskonzeptes mitgewirkt.

Das Konzept soll nun mit Krankenkassen umgesetzt werden.

www.kbv.de 

zurück zur Startseite