Pflegestützpunkte - Pilotprojekt ist erfolgreich – Kunden sind zufrieden

05.03.2009

Berlin/Köln – Das Kuratorium Deutsche Altershilfe (KDA) präsentiert die Ergebnisse einer Umfrage, nach der der Großteil der Nutzer der Pilot-Pflegestützpunkte „sehr zufrieden“ ist. „Das zeigt, dass die Stützpunkte gebraucht werden“, sagt der KDA-Geschäftsführer.

Das KDA hat im November 2008 eine anonyme Kundenbefragung mit 344 Rat- und Hilfesuchenden durchgeführt, die einen Pflegestützpunkt aufgesucht haben. 74 Prozent der Befragten zeigten sich „sehr zufrieden“ mit dem Beratungs- und Hilfsangebot, ein weiteres Viertel ist „zufrieden“. KDA-Geschäftsführer Dr. Peter Michell-Auli ist erfreut, dass die Nutzer ihren gesetzlichen Anspruch auf eine umfassende Beratung wahrnehmen. „Stark nachgefragt werden auch vorpflegerische Themen wie beispielsweise Unterstützung im Haushalt und Wohnberatung“, ergänzt Michell-Auli. „Hier zeigt sich, dass die Pflegestützpunkte eine besondere Rolle im Bereich der Prävention spielen können.“

Zusätzlich zur Kundenbefragung wertet das KDA auch die internen Dokumentationen und Statistiken der Stützpunkte aus. Diese zeigen ebenfalls die Bedeutung der Anlaufstellen für die Prävention. Von den 2.100 Betroffenen, bei denen Angaben zur Pflegestufe registriert wurden, hätte über die Hälfte keine Einstufung ausgewiesen. Ralf Tebest, Projektleiter bei der Auswertung der Daten im KDA, sieht dies als Zeichen dafür, dass die Pflegestützpunkte einen unbedingten Mehrwert haben. „Damit ist klar, dass viele Menschen durch die Pflegestützpunkte unterstützt werden, die nicht zur Zielgruppe der Pflegeberatung durch die Kassen gehören“, so Tebest.

Das KDA erarbeitet im Moment qualitätssichernde Maßnahmen für das Pilotprojekt. Von Seiten der Bundesländer müsse nun ein Signal für klare Rahmenbedingungen kommen, um die Angebote flächendeckend einzuführen, so Michell-Auli.

www.kda.de

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