Umfrage - Deutsche sehen großen Reformbedarf im Gesundheitswesen

02.04.2009

Berlin – Die deutsche Bevölkerung hält ihr Gesundheitssystem für ebenso reformbedürftig wie das Finanz- und Bankensystem. Zu diesem Fazit kommt eine Emnid-Umfrage im Auftrag des Verbandes der forschenden Pharma-Unternehmen (vfa).

63 Prozent der Befragten der repräsentativen Umfrage halten Reformen für essenziell, um das deutsche Gesundheitswesen zukunftsfähig zu gestalten. Ebenso viele messen den Reformen im Bank- und Finanzsektor eine hohe Bedeutung bei. Die aktuellen Großprojekte in der Gesundheitspolitik werden dabei mehrheitlich abgelehnt. 61 Prozent halten den Gesundheitsfonds für schlecht, allerdings geben auch nur 66 Prozent der Befragten an, den Fonds zu kennen. Bei 46 Prozent liegt der Anteil der Bürger, die den Fonds nach eigenen Angaben kennen und seine Funktionsweise verstehen. Wiederum 61 Prozent halten den Wettbewerb für ein geeignetes Instrument, um die Effizienz im Gesundheitswesen zu steigern. Die Hauptgeschäftsführerin des vfa, Cornelia Yzer, sieht den Ruf des Marktes als ordnungspolitisches Instrument gestärkt. „Ich halte es in der Hochphase einer fundamentalen Wirtschafts- und Finanzkrise für beachtlich und wichtig, dass ‚Wettbewerb’ weiterhin für eine deutliche Mehrheit der Befragten ein Wert bleibt und eben noch kein Unwort geworden ist.“ Das Gesundheitssystem müsse durch Reformen in die Lage versetzt werden, sich evolutionär zu entwickeln. „Wir brauchen eine stringente und gegenüber heute wesentlich reduzierte Rahmengesetzgebung und mehr wettbewerblichen Spielraum“, schließt Yzer aus der Umfrage.

www.vfa.de

 

 

 

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