Pflege - Bundesweites Heimverzeichnis geht online
02.03.2009
Berlin – Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner (CSU) hat eine neue Plattform im Internet gestartet, auf der Interessierte bundesweit die Leistungen von Pflegeheimen vergleichen können. Im Mittelpunkt der Qualitätskriterien steht die Verbraucherfreundlichkeit.
Das Verzeichnis wurde initiiert von der Bundesinteressenvertretung der Nutzerinnen und Nutzer von Wohn- und Betreuungsangeboten im Alter und bei Behinderung e.V. (BIVA). Ziel des Projektes ist es, eine vollständige bundesweite Datenbank zu erstellen, die neben der Ausstattung der Heime die Lebensqualität der Bewohner vergleichbar macht. Dafür werden so genannte weiche Indikatoren wie die Wahrung der individuellen Würde, der Selbstbestimmung und der Lebenszufriedenheit erfasst. Ehrenamtliche Prüfer werden für die Erhebung dieser Daten geschult.
Der Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e.V. (bpa) unterstützt die Internetplattform. bpa-Geschäftsführer Herbert Mauel sagt: „Hier geht es nicht um die pflegefachliche Bewertung, sondern um wichtige Aspekte wie Aufmerksamkeit, Achtung, Wahrung der Privatsphäre.“ Die Verbraucherfreundlichkeit sei ein unverzichtbares Ziel für Pflegeheime, so Mauel. Der bpa hofft daher, dass sich möglichst viele Heime im Verzeichnis präsentieren. Zum Start gab Ministerin Aigner die Einträge von 100 Heimen frei, die sich bisher registriert haben.
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