Ärztlicher Bereitschaftsdienst - Einheitliche Rufnummer in der Europäischen Union in Sicht
15.12.2009
Berlin – In Zukunft kann jeder Versicherte in Europa die Rufnummer 116 117 für den ärztlichen Bereitschaftsdienst wählen. Eine Initiative des Systems der Kassenärztlichen Vereinigungen (KV) in Deutschland hatte damit Erfolg.
Ausgegangen war der Vorstoß von der Kassenärztlichen Vereinigung Brandenburg. Sie machte sich gemeinsam mit der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) in Brüssel dafür stark, dass eine einheitliche Rufnummer in allen Staaten der Europäischen Union für den Bereitschaftsdienst reserviert wird. Auf der Vertreterversammlung der KBV Anfang Dezember konnte KBV-Vorsitzender Dr. Andreas Köhler den Erfolg verkünden. „Vor einigen Tagen kam die Zusage aus Brüssel, dass die Nummer 116 117 künftig für diesen Zweck zur Verfügung steht“, erklärte Köhler. „Für die Versicherten ist dies eine echte Erleichterung: sie müssen, egal wo sie in Europa sind, nur diese Nummer wählen und werden mit der zuständigen Zentrale verbunden.“ Wann dieser Service vollständig zur Verfügung steht, kann die KBV noch nicht sagen. Bisher wurde die Nummer europaweit reserviert, die Organisation des Bereitschaftsdienstes liege jedoch in den Händen der Mitgliedsstaaten, so die KBV. In Deutschland startet in der ersten Jahreshälfte 2010 ein Pilotversuch in der KV-Region Brandenburg.
www.kbv.de/11721.html
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